management-potenziale

sind wir heute, nach ein paar grundlegenden umwälzungen in technologie und gesellschaft, noch optimal aufgestellt mit managementmethoden und führungsmodellen, die einige scharfzüngige management-vordenker als den prinzipien der planwirtschaftlich geführten sowjetunion nicht unähnlich bezeichnen? gibt es nicht tatsächlich ein paar bereiche, die ein bisschen innovation vertragen könnten?

kundenzentrierung. das kernübel ist – mit verlaub – die abgelutschtheit des begriffs. dabei ist die frage einfach, aber grundsätzlich: ist ein unternehmen am markt, um mehrwert für kunden zu schaffen – oder aus anderen gründen? wie können unternehmen ihr angebot, ihr servicing, ihr pricing – und letztlich ihre gesamte organisation und struktur – auf diesen mehrwert beim kunden ausrichten? und viel wichtiger: was macht man anschliessend mit dem vielen geld, das zufriedene kunden aus reiner dankbarkeit liegenlassen? *bigsmile*

unternehmensstrukturen. kunden bezahlen für leistungen und leistungen sind das ergebnis von prozessen. sollte es dann nicht das oberste ziel von organisationen sein, optimale prozessflüsse zu gewährleisten? wie sehen die richtigen strukturen dafür aus? welche rolle spielt dabei das “innerhalb” und das “ausserhalb” eines unternehmens – und sollte es überhaupt noch eine rolle spielen?

anreize und ziele. wer macht was im unternehmen und warum? wer lässt wem welche information zukommen? wer bekommt wann welche aufgabe und verantwortung? wie werden projekte ausgewählt und welche ressourcen bekommen sie? und vor allem: welche rolle spielt das unternehmen für die persönlichen ziele jedes einzelnen? es gibt zu diesen fragen ein paar erstaunliche forschungsergebnisse, die das vorhandensein eines gewissen potenzials vermuten lassen…

change management. dass der wandel zur konstante geworden ist, ist eine plattitüde, mit der heute jede zweite studie und beinahe jeder geschäftsbericht anfängt. aber was passiert, wenn’s einen wirklich trifft? wie weit sind unternehmen tatsächlich in der lage, mit diesem wandel umzugehen? inwieweit lösen veränderung immer noch ausnahmezustände aus, statt selbstverständlichkeit zu sein? wie können organisationen, strukturen und menschen auf diese anhaltende dynamik ausgerichtet werden?

eigentumsverhältnisse. dass arbeit und kapital in den meisten fällen personell voneinander getrennt ist, akzeptieren wir heute als selbstverständlichkeit. die direkten folgen davon kommen uns ebenfalls nicht mehr befremdlich vor. aber wieviel potenzial steckt in ein bisschen mehr unternehmertum – in kleinen wie auch in ganz grossen organisationen. wie kann das erreicht werden? welche eigentums- und anreizstrukturen sind dazu nötig?

werte. der markt ist kein wertebildender mechanismus. das ist auch nie seine aufgabe gewesen, obwohl – aus der sicht des kollektiven ganzen –  völlig wertfreies wirtschaften unerwünscht ist. aber wie lässt sich eine werteorientierte unternehmensführung in diesem umfeld etablieren und durchhalten? was kosten werte und deren umsetzung eine unternehmung? oder ist es so, dass wertebasierte unternehmensführung am ende sogar profitabler ist?

es gibt ein paar unternehmen, die bereits einiges ganz grundsätzlich anders machen. auf diesen seiten wird es dazu immer wieder referenzen geben: es ist äusserst spannend, davon zu lernen. und noch viel spannender wird’s, das ein oder andere selbst ausprobieren und umsetzen zu können…!

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aktuelle präsentation zum thema: vortrag “management – wie lange geht das so weiter?” vom 2. märz 2010 in riehen für den roundtable basel und gäste des kiwanis club lörrach:

vortrag roundtable basel


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